ENTSCHEIDUNGSHILFE · ADDITIVE FERTIGUNG

Wann lohnt sich
additive Fertigung?
Ehrlich eingeordnet.

3D-Druck ist besonders wertvoll, wenn er eine konkrete technische oder wirtschaftliche Aufgabe besser löst – nicht allein, weil ein Bauteil druckbar ist.

Stückzahl, Geometrie, benötigte Eigenschaften, Verfügbarkeit und der gesamte Weg bis zum einsatzfähigen Bauteil bestimmen, welches Fertigungsverfahren sinnvoll ist.

Zur ersten Einordnung

TYPISCHE EINSATZFÄLLE

Mehrwert entsteht
durch die Anwendung.

Die folgenden Punkte sind keine pauschale Freigabe. Sie zeigen, wann sich eine genauere technische und wirtschaftliche Prüfung häufig lohnt.

Werkzeuglos und variabel

Prototypen, Einzelteile und kleinere Serien können ohne Formwerkzeug gefertigt werden. Änderungen und Varianten lassen sich direkt in der Konstruktion berücksichtigen.

Komplexität sinnvoll nutzen

Individuelle Schnittstellen, integrierte Funktionen und an den Einbauraum angepasste Geometrien können den Nutzen eines Bauteils erhöhen.

Bedarfsgerecht verfügbar

Vorrichtungen, Betriebsmittel und Ersatzteile nach technischer Klärung lassen sich dann fertigen, wenn sie benötigt werden – abhängig von Datenlage, Werkstoff und Einsatzanforderungen.

NICHT AUTOMATISCH DIE BESTE WAHL

Manchmal ist ein anderes
Verfahren sinnvoller.

Additive Fertigung ergänzt Fräsen, Drehen, Gießen und andere Verfahren.

Bei hohen Stückzahlen, sehr engen Toleranzen, besonderen Oberflächenanforderungen oder verbindlichen Werkstoff- und Prüfvorgaben kann ein konventionelles oder anderes additives Verfahren geeigneter sein.

Auch Bauteilgröße, Belastungsrichtung, Temperatur und Umgebung müssen zur gewählten Material- und Fertigungslösung passen. Eine ehrliche Bewertung darf deshalb auch gegen den 3D-Druck ausfallen.

WIRTSCHAFTLICHKEIT RICHTIG BETRACHTEN

Nicht nur den Stückpreis vergleichen.

  1. Aufgabe klären

    Funktion, Einsatzbedingungen, Schnittstellen, Stückzahl und Termin bilden die Grundlage. Ohne klare Anforderungen bleibt jeder Kostenvergleich unvollständig.

  2. Gesamtaufwand betrachten

    Konstruktion, Material, Fertigung, Nacharbeit und gegebenenfalls Erprobung gehören zusammen. Auch Beschaffungszeit, Varianten und Verfügbarkeit können entscheidend sein.

  3. Passenden Weg wählen

    Das Ergebnis kann additive Fertigung, ein anderes Verfahren oder zunächst ein Funktionsmuster sein. Entscheidend ist die technisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösung.

Keine pauschale Einsparungszusage

Ob und in welcher Höhe ein Vorteil entsteht, lässt sich erst anhand des konkreten Bauteils oder betrieblichen Bedarfs beurteilen. Annahmen und offene Punkte müssen in der Bewertung erkennbar bleiben.

DIREKT MIT MARCUS ECKER

Lohnt sich additive
Fertigung für Ihre Aufgabe?

Beschreiben Sie Anwendung, Stückzahl und Anforderungen. Wir klären, welche Informationen für eine fundierte Einordnung noch benötigt werden.

Aufgabe besprechen

Hilfreich sind: Funktion, vorhandene Unterlagen, Einsatzbedingungen, Stückzahl und Terminwunsch.